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Aktives Zuhören als Leadership Skill

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Was schätzen Sie, wie viel Zeit Sie als Vorgesetzter mit dem Management Ihres Teams verbringen?
Die Robert Half Gruppe, ein Global Player im Personalbereich schreibt, dass im 
Finanzbereich CFOs damit rund ein Drittel Ihrer Zeit verbringen. Das ist nicht wenig. Umso interessanter ist es, dass dennoch der am weitesten verbreitete Fehler in der Mitarbeiterführung die mangelnde Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten ist.

Damit steigt gute Kommunikationsfähigkeit in die Riege der wichtigsten Leadership Skills auf. Doch es geht dabei nicht nur um die regelmäßige und offene Kommunikation, es geht vor allem auch um das aktive Zuhören.

Aktives Zuhören verbessert Ihre Kommunikation

Das aktive Zuhören ist eine Gesprächstechnik, die ursprünglich von dem einflussreichen US-Psychologen Carl Rogers stammt. Das Kernziel des aktiven Zuhörens ist, dass eine Botschaft vom Empfänger so verstanden wird, wie sie vom Sender gedacht war. Sie kennen jedoch bestimmt selbst auch ein paar Situationen, bei denen dies nicht der Fall war. Übrigens bietet diese Technik viele Vorteile:

  • Sie erhalten meist neue und wichtige Informationen
  • Sie vermeiden Missverständnisse
  • Sie fördern Innovationen, weil Sie den Ideen Ihrer Mitarbeiter tiefer auf den Grund gehen und deren Motive besser verstehen
  • Sie erfahren früh, wenn Mitarbeiter unzufrieden sind
  • Sie bauen Vertrauen auf
  • Sie gewinnen Zeit

Wie aktives Zuhören in der Praxis funktioniert

Der erste Schritt, um aktives Zuhören zu lernen, ist eine Selbstanalyse: Beobachten Sie, ob Sie Ihre Mitarbeiter ausreden lassen. Ist das häufig nicht der Fall, sollten Sie sich diese Angewohnheit schnellstmöglich abgewöhnen. Nachdem Sie Ihren Mitarbeitern also aktiv zugehört haben, beginnen Sie im zweiten Schritt, geschickte Rückfragen zu stellen. Dabei können Sie sich der folgenden rhetorischen Tricks bedienen:

  • Paraphrasierung: Fassen Sie die Aussagen des Mitarbeiters mit eigenen Worten zusammen. Beispiel: „Nachdem Sie beim Kunden schriftlich nachgefragt hatten, reagierte dieser nicht mehr?“
  • Verständnis zeigen: Spiegeln Sie die Gefühle des Gegenübers (z.B. Freude, Ärger, Interesse), um zu signalisieren, dass Sie diese wahrgenommen haben. Beispiel: „Ich verstehe, dass Sie sich dann geärgert haben, nicht gleich daran gedacht zu haben.“
  • Nachfragen: Fragen Sie bei wagen Aussagen oder Unklarheiten nach. Wertende Kommentare sind hier nicht angebracht, hier geht es zunächst nur um das richtige Verstehen. Beispiel: „Sie haben ‚sofort’ gesagt, das passierte also noch am gleichen Tag? Wie viele Stunden waren seitdem vergangen?“
  • Abschätzen lassen: Lassen Sie den Gesprächspartner gegebenenfalls abwägen. Beispiel: „Wäre es schlimmer gewesen, den Kunden nicht zu benachrichtigen?“
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Gast Dienstag, 29 November 2022