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Gibt es die Burnout-Persönlichkeit ?

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Burnout ist häufig eine Folge von lang anhaltendem, unbewältigtem Stress, der aus der Nichtpassung zwischen beruflichen Gegebenheiten und den Eigenheiten der Person entsteht. Welche Charaktereigenschaften forcieren Burnout?

 

Eberhardt Hofmann schreibt in seinem Buch: "Wo brennt es bem Burnout ?", dass es weniger auf die Persönlichkeit der einzelnen Person ankommt, sondern auf die Konstellation, auf die diese Person trifft. Sehr bedeutend für diese Konstellation seien die Struktur der Arbeit, das engere soziale Umfeld und natürlich der unmittelbare Vorgesetzte. "Es lassen sich sicher keine für alle Personen guten Bedingungen definieren. Es kommt eher auf die jeweilige Passung der einzelnen Faktoren an. Deutlich wird dies etwa bei der Frage der ständigen Erreichbarkeit, zum Beispiel auch im Urlaub. Für viele Menschen wird dies eher eine Belastung sein. Es gibt jedoch auch Menschen, die ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle haben, für diese Personengruppe kann es eher entlastend sein, ständig informiert zu sein und dadurch eine Stück Kontrolle zu besitzen. Es gibt sicher keine Burnout-Persönlichkeit, das Entstehen einer Problematik, die man als Burnout bezeichnen könnte, spielt sich immer in der Interaktion von Person und Situation ab.

Haben wir verlernt uns zu entspannen?

Hofmann, der auch Arbeits- und Organisationspsychologe ist, meint weiter: "Psychische Anspannung ist – genauso wie physische Anspannung – an sich nicht problematisch. Unser Organismus ist auf temporäre Anspannung durchaus angelegt. Das entscheidende Wort dabei ist temporär. Sofern nach einer Anspannungsphase wieder eine Phase der Entspannung kommt, ist alles in Ordnung. Wenn diese Entspannungsphase jedoch nicht kommt, wird es schwierig. Insofern haben wir vielleicht verlernt – oder es wird uns heute eher schwer gemacht – uns systematisch Phasen der Entspannung zu verschaffen. Eine Copingstrategie bei stressbedingten Beschwerden besteht daher auf jeden Fall auch immer darin, das Wechselspiel von Anspannung und Entspannung zu betrachten und in der Regel die Phasen der Entspannung systematisch zu erzeugen oder zu verlängern. Dabei ist es wichtig, dass es sich bei der Entspannung tatsächlich auch um entspannende Tätigkeiten handelt und nicht um verdeckte und instrumentalisierte Handlungen, die letztendlich doch wiederum der Arbeit dienen. Wenn die Mitgliedschaft in einem Yachtclub auch dem Knüpfen beruflicher Kontakte diesen soll, so wird der Erholungswert des Yachtclubbesuches eher gering sein."

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Gast Dienstag, 29 November 2022