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Information Overload

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Viele Menschen klagen über Reizüberflutung, „überfressen“ sich quasi an Informationen, konsumieren mehr als sie „verdauen“ können. Information overload nennen Psychologen dieses Phänomen

Markus Väth, ein inspirierender Psychologe beschreibt, was dies für unser Arbeitsleben bedeutet: Da wir die Funktionsweise unserer Sinne nicht reduzieren können, müssen wir die erreichbaren Informationen sorgfältig auswählen. Und genau in dieser Selektion liegt die Herausforderung. Der moderne Arbeiter braucht die Fähigkeit,

  • zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden,
  • unwichtige Informationen abzuwehren,
  • wichtige Informationen sinnvoll weiterzuverarbeiten
  • und dabei die modernen Kommunikations- und Informationstechnologien entsprechend einzusetzen.

Ohne diese Fähigkeiten stellt sich bei Menschen früher oder später eine gewisse Ohnmacht ein, eine Hilflosigkeit, die sich beispielsweise im Schlagwort der „E-Mail-Flut“ ausdrückt. Ein Beispiel: Herr Meier, der in einer Behörde arbeitet, fährt in Urlaub. Es gibt eine explizite Vertretungsregelung im Haus, die auch allen bekannt ist. Nach seiner Rückkehr findet Herr Meier auf seinem Diensthandy über 300 SMS vor. Was nun folgt, dürfte vielen Lesern bekannt vorkommen: Natürlich ist es Herrn Meiers erster verständlicher Impuls, alle SMS zu löschen. Doch ebenso klar ist, dass er es nicht tut. Er kann nicht einmal oberflächlich aussieben und nur einen Bruchteil der Kurzmitteilungen lesen, da ja im Text durchaus Wichtiges stehen kann (auch wenn die SMS von jemand stammt, der erfahrungsgemäß auch einmal aus einer Mücke einen Elefanten macht). Das Ende ist bekannt: Herr Meier muss sich trotz eindeutiger Vertretungsregelung und Dienstanweisung nach zwei Wochen Urlaub durch mehrere Hundert SMS wühlen. Seine Motivation ist erst einmal flöten, und zu seiner eigentlichen Arbeit ist er auch nicht gekommen.

Die „Buffet-Regel“: Man muss nicht alles essen, nur weil es dasteht

Was können Sie tun, um solche Situationen, wenn nicht komplett auszuschalten, so doch stark einzudämmen? Väth meint:Sie brauchen eine Informationskompetenz, Regeln, Richtlinien und Verhaltensweisen, die Ihnen helfen, Informationen zu selektieren und zu steuern. Damit sie nicht von ihnen überwältigt werden.

Als moderner Informationsarbeiter stehen Ihnen die unterschiedlichsten Informationskanäle“ zur Verfügung: Radio, Fernsehen, Internet, Mobile Web, Social Web-Platformen (XING, LinkedIn, Fa-cebook, Twitter), Localization Based Services, Podcasts, VCasts, Zeitungen, Maga-zine, Telefon, SMS, Mail, Fax, Brief, RSS. Der technologische Fortschritt galoppiert voran und gebiert alle paar Jahre neue Spielarten an Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten.

Bereits hier, bei der Liste Ihrer Informationsquellen, müssen Sie bewusst steuern. Es gilt die „Buffet-Regel“: Man muss nicht alles essen, nur weil es dasteht. Beim Buffet sieht das nur gierig aus. Bei der Informationsaufnahme schadet ein solches Verhalten langfristig der Konzentrationsfähigkeit und dem Wohlbefinden. Wir leben in einer informationellen Überflussgesellschaft und müssen uns beschränken. Das ist die (traurige) Wahrheit. Genauso wie jede Entscheidung nicht nur Vorteile, sondern auch Kosten verursacht, können wir nicht alle Informationsbälle in der Luft halten. Sonst verzetteln wir uns irgendwann und wissen nicht mehr, wo vorne und hinten ist.

Das leidige Multitasking ist hier ein gutes Beispiel. Multitasking ist der zum Scheitern verurteilte Versuch, mehrere (Informations-)Bälle in der Luft zu halten. Das kann nicht gutgehen, weil das menschliche Gehirn hierfür nicht gemacht ist. Auch wenn Hirnforscher in den letzten Jahren dem menschlichen Gehirn eine enorme Plastizität bescheinigen, gilt weiterhin die Regel: Nur eine Sache auf einmal. Darin sind wir stark: Nacheinander verschiedene Dinge abzuarbeiten. Nicht gleichzeitig. Versuchen wir das, scheitern wir, verlieren Motivation, Produktivität und Konzentration.

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Gast Dienstag, 29 November 2022