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Leben, um zu arbeiten, oder arbeiten, um zu leben ?

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WORK-LIFE-BALANCE-oder noch besser: LIFE-BALANCE ist im öffentlichen Gespräch.  Auch wenn das Wort die Gegenüberstellung und Gewichtung von Arbeit und Leben geradezu anbietet, liegt die Lösung doch in der Zusammenführung der beiden Themen.

Da wir einen grossen Teil unsere Zeit bei der Arbeit verbringen, ist «Work» nicht unabhängig von «Life» zu betrachten, sondern ein bedeutsamer Teil in diesem. Arbeit ist ein Teil der Tagesstruktur und erfüllt wichtige psychosoziale Funktionen: Wir wünschen uns, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen, und wollen einen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Arbeit führt zu sozialen Kontakten und stellt unseren Lebensunterhalt sicher. Die Balance sollte folglich nicht mit «Leben» auf der einen Seite und «Arbeit» auf der anderen angestrebt, sondern miteinander gelebt werden. Hierzu kann gehören, Spass an der eigenen Tätigkeit zu empfinden und diese als sinnvoll zu erleben. Gute Kontakte zu Kollegen und Vorgesetzten spielen eine wichtige Rolle.

Dr. rer. nat. Lars Pracejus, leitender Psychologe an der Seeklinik Brunnen schreibt im "Bote der Urschweiz":
"Die Lösung liegt nicht allein darin, weniger oder gar nicht zu arbeiten. Der Verlust von Arbeit ist für Betroffene eine psychologische Herausforderung, wie bei Langzeitarbeitslosigkeit oder bei der Umstellung auf den dritten Lebensabschnitt im Alter. Volkswirtschaftlich relevant ist, dass ein Teil der Gesellschaft zu viel arbeitet und ein anderer Teil arbeitslos ist. Beides kann auf eine eigene Art psychisch belastend sein.

Nicht selten kommt ein Patient mit der Frage in die psychotherapeutische Sprechstunde, wie er leistungsfähiger werden kann. Je nach Fall kann die Antwort lauten: «Machen Sie weniger.» Es geht um Psychohygiene und Work-Life-Balance und nicht darum, noch mehr Raubbau an der eigenen Gesundheit zu betreiben. Wenn die logische Konsequenz ist, das Arbeitspensum zu reduzieren, dann kann das finanzielle Einbussen bringen. Anders herum formuliert: Das Geld nützt demjenigen nichts, wenn er chronisch erkrankt. Glücklicherweise bietet die Arbeitswelt flexible Modelle, in denen unterschiedliche Arbeitspensen ausgehandelt werden können."

Noch nicht als Krankheit anerkannt

Wird die Balance über einen längeren Zeitraum nicht eingehalten, drohen dem Betroffenen psychische und körperliche Beschwerden. Wenn erste Zeichen missachtet werden, kann es zu einem Burnout kommen. Während das klinische Bild der Depression schon etabliert und in den Kriterienkatalogen der Versicherer definiert ist, ist die Diagnose Burnout als Krankheit von der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht anerkannt. Es wird in der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten nur unter Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung wie beispielsweise Mangel an Entspannung oder Freizeit aufgeführt.

Es gibt für das Burnout noch keine klar abgrenzbaren Symptome oder medizinische standardisierte Testverfahren. Erste Annahmen gehen dahin, dass anhaltende Überforderung durch Arbeitsüberlastung zu psychischer und körperlicher Erschöpfung und damit zum Burnout führt. Wenn die chronische Stressbelastung anhält, kann es zu verschiedenen körperlichen oder psychischen Erkrankungen kommen, beispielsweise einer Depression.

Dass das Burnout bisher nicht als Krankheit anerkannt ist, macht den Umgang im Gesundheitssystem schwierig. Es gilt bei den Krankenversicherungen nicht als eigenständige Diagnose und ist doch in aller Munde.

Schlaflos, überfordert, erschöpft?

Als Erstes gilt es, Frühwarnzeichen für psychovegetative Erschöpfung zu erkennen. Hierzu gehören unter anderem Reizbarkeit, Erschöpfbarkeit, Verlust von Lebensfreude oder Gefühl der inneren Leere, sozialer Rückzug und Schlafstörungen. Oft führen die daraus resultierende Müdigkeit, die Abgeschlagenheit und der Antriebsmangel dazu, dass Freizeitaktivitäten reduziert werden. Leider werden oft gerade jene Lebensbereiche beschnitten, die eigentlich ein guter Ausgleich wären: Sport, Hobbys und Treffen mit Freunden. Jemand im Frühstadium des Ausbrennens kann kürzertreten und sich eine Auszeit gönnen. Bei einem Depressiven würde diese «Ferientherapie» nicht funktionieren: Die Depression reist mit.

Jeder von uns ist mal einer Zeit der intensiven Beanspruchung ausgesetzt: zum Beispiel Prüfungsvorbereitung, ein Projekt, welches fertig werden muss, zusätzliche und unvorhergesehene private Aufgaben. Das alleine ist noch nicht schlimm. Wir sind durchaus in der Lage, aussergewöhnliche Belastungen für einen überschaubaren zeitlichen Rahmen auszuhalten und abzuarbeiten. Arbeitsauslastung allein ist folglich noch kein ausreichender Faktor, um ein Ausbrennen vorherzusagen. Handlungsbedarf wird dann gegeben sein, wenn sich eine Chronifizierung einstellt.

Rasche und unkomplizierte Hilfeleistung

Zur schnellen Klärung im Burnout-Prozess für Burnout-Betroffene, hilfesuchende Angehörige, Freunde etc.

Ziel ist, allen Menschen jederzeit Zugang zu professioneller Beratung sowie Wahrung der Anonymität zu gewähren, ohne Wartezeiten.

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Gast Dienstag, 29 November 2022