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Möchtegerne-Perfektionisten

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Die Sehnsucht nach Bestätigung, Anerkennung und Liebe gehört zu den „alten Schuhen“, die von den meisten Menschen getragen werden. Und viele entscheiden sich in Kindheit oder Jugend, möglichst perfekt zu sein. Das Perfektionsprogramm ist einer der härtesten Wege, auf den ein Mensch sich selbst schicken kann und es endet oft im Burn-out oder in der Depression.

 

Der Perfektionist lebt ein extrem einseitiges Innenleben, denn er muss alles aus seinem Bewusstsein ausklammern, was ihm als unperfekt erscheint: jede Form von Schwäche, jedes unangenehme Gefühl wie Angst, Trauer, Scham oder Minderwertigkeit, jedes körperliche Symptom wie z.B. Zittern, Schwindel, Übelkeit, Schlafstörung, Magenschmerzen, Kopfschmerzen oder anderes. Alles, was den Möchtegern-Perfekten stört, muss weggemacht oder unterdrückt werden.

Ausgleich der Polaritäten

Robert Betz schreibt: Viele Menschen in unserer Gesellschaft begreifen bis heute eines der Grundgesetze des Lebens nicht, das heißt: Alles strebt nach Ausgleich zwischen den Polaritäten. Eines dieser Gegensatzpaare heißt: Stark sein – schwach sein. Der Mensch, der sich dem Stark-Sein, der Leistung, dem Funktionieren, dem für andere Da-sein verschrieben hat, sagt innerlich: "Ich darf nicht schwach sein und ich will nicht schwach sein!"“ Dieses Programm machen Körper und Psyche oft sehr lange mit, signalisieren aber immer wieder durch "störende" Symptome, dass dies nicht in der Ordnung ist, dass hier im Menschen etwas nicht stimmt.

Wer bei aller Arbeit sich keine Zeit gönnt für Entspannung, Genuss, Erholung und Freude am Leben, der wird vom Leben letztlich in die Waagerechte gezwungen. Der Burn-out-Patient oder der Depressive bricht zusammen und fühlt oft eine unendliche Schwere auf seinem Körper lasten, verbunden mit einer inneren Leere. Vor diesen beiden Symptomen Schwere und Leere ist er meist jahrzehntelang weggelaufen wie auch vor anderen Signalen wie innere Unruhe, Atembeschwerden, Herz-Beschwerden, Rücken-,Gelenk- oder Kopfschmerzen.

Liebe ich meine Arbeit ?

Unsere Einstellung zur Arbeit trägt ebenso zur Entstehung von chronischer Erschöpfung und dem Ausgebrannt-Sein und dem damit verbundenen Gefühl der Sinnlosigkeit und Leere bei. Wir haben verlernt, unsere Arbeit zu lieben und belegen das Arbeiten mit einem druckvollen "Ich muss, ich kann nicht anders!" Der Mensch hat von Natur aber Lust auf das Arbeiten und darauf, sich mit etwas auseinandersetzen und seinem Leben einen Sinn zu geben. Und wir selbst sind es, die darüber entscheiden, mit welcher Grundeinstellung wir an die Arbeit gehen und ob wir uns selbst, unseren Körper und die Stimme unseres Herzens während des Arbeitens wahrnehmen.

Wenn das Arbeiten zum Selbstzweck und zum alleinigen Lebensinhalt wird, dann verlieren wir den Sinn dafür, wozu wir hier sind auf der Erde. Wir sind da, um unserer inneren Stimme zu folgen und das zu tun, was für uns stimmig ist und was uns Freude macht. Wir sind hier, um in Gemeinschaft Sinnvolles zu tun und zu erschaffen, um unser menschliches Leben schöner und reichhaltiger zu gestalten und letztlich, um mit anderen dieses Leben zu feiern. Haben wir jedoch nie gelernt, zu uns selbst ein liebendes Verhältnis aufzubauen und zu pflegen, fällt es uns schwer, eine eigene Spur zu finden.

 

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Gast Dienstag, 29 November 2022