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Mythos Burnout ?

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Die Sonntagszeitung schreibt heute: Führungskräfte mögen zwar Dauerstress ausgesetzt sein , doch führt dies bei Managern vergleichsweise selten zu  Burn­out oder Depression. Sie zitiert aus dem erst veröffentlichten Well-Being-Index 2014 von Gallup-Healthways. Diese Zahlen sind aber bei so einer immer noch stigmatisierten Thematik-aus meiner Sicht- immer mit Vorsicht zu geniessen.

In der repräsentativen Erhebung des amerikanischen Gallup-Instituts gaben nur 3,8 Prozent der Manager an, gegenwärtig an einer Depression zu leiden beziehungsweise deswegen in Behandlung zu sein . Im Pflegedienst – in dem auch Manager umsorgt werden – sind es hingegen 6,1 Prozent des Personals. Aufschlussreich ist auch der Vergleich mit einer anderen Berufsgruppe: jener der kaufmännischen Angestellten, also den Unterstellten der Manager: Sie unterliegen einem erhöhten Depressionsrisiko. Auch wenn es darum geht, ob man in seinem Leben schon mal wegen einer Depression in Behandlung war, stehen die Manager mit einer Zustimmung von 8,9 Prozent gut da. Am schlechtesten sind Fabrik­arbeiter gestellt.

Führungskräfte wegen grösserer Autonomie weniger gefährdet

Warum Führungskräfte unter beiden Fragestellungen als überdurchschnittlich psychisch stabil erscheinen, dafür haben die Forscher zwei Hypothesen:

– Die Führungsrolle schützt vor Depressivität oder gar Depression, weil sie mit einem hohen Grad an ­Autonomie verbunden ist.

– In Führungspositionen gelangen eher Menschen mit gefestigter Persönlichkeit. Wer weniger ausgeglichen ist, hat schlechtere Aufstiegschancen.

Die Gallup-Erhebung deckt sich weitgehend mit dem Resultat der Österreichischen Gesundheitsbefragung 2006/2007. Bei den männlichen Führungskräften ist der Anteil jener am geringsten, die in den vergangenen zwei Wochen "zeitweilig negative Gefühle wie Traurigkeit, Verzweiflung, Angst oder Depressionen hatten". Am höchsten ist er bei Anlagen- und Maschinenbedienern und Monteuren. Einen überdurchschnittlichen Anteil hat die Befragung auch unter weiblichen Büroangestellten ergeben.

Das Bild in der Schweiz ist ähnlich: Unter Büroangestellten und Hilfskräften sind Depressionen im Vergleich häufig. Am seltensten treten sie unter "leitenden Verwaltungsangestellten und Geschäftsleiter/­ -innen" auf, wie aus dem Schweizer Haushalt-Panel 2009 hervorgeht.

Schlechter Führungsstil des Chefs gefährdet die Angestellten

Zwischen schlechtem Führungsstil und ausgebrannten Unterstellten gibt es einen kausalen Zusammenhang. Das zeigt die Studie des Deutschen Führungskräfteverbandes: Die 360 befragten Führungs- und Fachkräfte gaben "fehlende menschliche und soziale Anerkennung durch Vorgesetzte" als drittwichtigsten Grund für Burnout-Fälle an. Zuoberst rangieren "wachsende Arbeitsverdichtung" und "Termindruck". Gefordert werden ein "wertschätzender Führungsstil", aktives Feedback sowie ein weiter Autonomie­radius.

 

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Gast Dienstag, 29 November 2022