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Vom Müssen-Modus zum Wollen-Modus

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Motivierte Mitarbeiter möchte jedes Team und jedes Unternehmen haben. Das Vorhaben "Motivation" scheitert aber manchmal schon bei den Erwartungen und bei unterschiedlichen Definitionen. Motivation hat mindestens zwei Gesichter.

Dr. Stefan Fourier, Unternehmer, Autor, Business Consultant und Mentor meint, dass es auf der einen Seite das ganze Spektrum von Anreizsystemen, von der Entlohnung bis zur persönlichen Anerkennung und Wertschätzung gibt. Zweifellos schafft das Motivation, obwohl man es streng genommen tatsächlich alles in die Kategorie Manipulation einordnen könnte.

Es läuft nämlich nach dem Muster "eigentlich will ich ja nicht, aber wenn ich dies oder jenes bekomme, dann mache ich es".
Handlung entsteht, weil Menschen dafür etwas bekommen, was sie dringend benötigen (z.B. Geld) oder zu benötigen glauben (z.B. Anerkennung). Sie sind im Müssen-Modus. Aber eigentlich, so richtig aus ihrem Inneren heraus, wollen sie selbst das Geforderte nicht wirklich machen. Das wäre dann der Wollen-Modus. Hier handeln sie aus eigenem Antrieb, folgen ihrem ganz persönlichen Sinn.

Der Wollen-Modus spart Geld, schafft Innovation und vermeidet Stress

Beide Modi sind in der Arbeitswelt zu beobachten. Vorherrschend ist allerdings immer noch der Müssen-Modus. Die ganze Motivationsindustrie ist darauf eingestellt, bietet unzählige Lösungen und Programme und schiebt ihn immer in den Vordergrund. Klar, denn Menschen im Wollen-Modus brauchen keine Motivationsprogramme. Für Unternehmen wäre das ideal. Einerseits könnten sie Unmengen an Geld einsparen, wenn die Mitarbeiter alle im Wollen-Modus arbeiteten. Ausserdem wären diese dann viel kreativer, würden von sich aus die Initiative für Verbesserungen ergreifen, nach neuen Märkten Ausschau halten und neue Produkte auf die Beine stellen. Und diese Eigeninitiative wird im härter werdenden Wettbewerb immer wichtiger, überlebenswichtig. Für Unternehmen gibt es also tausend Gründe, dass die Mitarbeiter im Wollen-Modus sind. Und für die Mitarbeiter auch, denn im Wollen-Modus bleibt man gesund. Burn-out wird zum Fremdwort.

Wie kommt man vom Müssen zum Wollen?

Nicht jede Arbeit, die verrichtet werden muss, trifft die Sinnvorstellungen der Menschen. Aber es gibt in jeder Arbeitssituation Themen, an denen das, was für den Einzelnen Sinn macht, ankoppeln kann. Stefan Fourier schlägt vor:  

  1. Fragt die Menschen, was für sie Sinn macht.
  2. Stellt den Zusammenhang zu den Unternehmenszielen her.
  3. Lasst sie machen! 

Den Schlüssel dazu hat das Management in der Hand. Er heißt Dialog! Mit Gesprächen findet man heraus, was Menschen wollen. Und dann kann man überlegen, ob diese Ansatzpunkte mit den Alltagsnotwendigkeiten in eine sinnvolle Übereinstimmung gebracht werden können. .

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Gast Dienstag, 29 November 2022